Wiltrud Ziegler
Der Bischof von Palatino
272 Seiten, Flexicover
ISBN 978-3-8053-4371-8
Verlag Philipp von Zabern
Zwischen Klostermauern und Liebesschwüren
Hatho von Dalenberg muss gegen seinen Willen ins Kloster und macht dort eine erstaunliche Karriere. Sein Vater träumt sogar davon, dass er eines Tages Papst werden könnte.
Die Leser von Wiltrud Zieglers Roman „Der Bischof von Palatino“ (Philipp von Zabern) begleiten den jungen Adligen bei seinem Aufstieg – und in den schweren Stunden, in denen er sich zwischen der Kirche und seiner großen Liebe entscheiden muss. Widerwillig tritt Hatho 1236 dem Clinga Monasterium bei, dem Benediktinerkloster Klingenmünster im heutigen Rheinland-Pfalz, das zu den Urklöstern Deutschlands zählt. Doch der Freigeist kann sich nur schwer mit den strikten Regeln und der Doppelmoral des Abtes abfinden. Zudem verliebt er sich in die junge Wäscherin Roselinde. Hatho ist bereit, alles für sie zu opfern, da verschwindet sie ohne eine Spur. Der Mönch bleibt schweren Herzens im Kloster und wird dank seines Mutes und Mitgefühls Abt und schlussendlich Bischof der Pfalz. Er kämpft weiterhin gegen die Bigotterie des Klerus und die Armut der einfachen Bevölkerung. Hatho gewinnt dadurch Anerkennung, aber auch gefährliche Feinde. Sein Weg führt ihn bis nach Rom und sogar Jerusalem. Doch niemals kann er Roselinde und die einzige gemeinsame Nacht, die sie verbracht haben, vergessen. Als seine große Liebe unerwartet wieder in sein Leben tritt, riskiert Hatho alles und gerät in ungeahnte Machtrivalitäten und Intrigen.
Bildreich und detailliert entwickelt Wiltrud Ziegler ein lebendiges Panorama des Mittelalters zur Zeit der Herrschaft von Kaiser Friedrich II und beschwört den Zauber einer starken Liebe.
Wiltrud Ziegler lebt mit ihrer Familie im Nordschwarzwald. Bevor sie Belletristik verfasste, schrieb sie mehrere Gedichtbände. Mit „Der Bischof von Palatino“ liefert sie ihr Romandebüt im Verlag Philipp von Zabern.